Heizlastberechnung

Die Heizlastberechung dient zur Ermittlung der zur Aufrechterhaltung der Norminnentemperatur erforderlichen Energiezufuhr. Die Ermittlung der Heizlast erfolgt normgemäß nach EN 12831 mit nationalen Anhang für Österreich (H7500). In fernwärmeversorgten Objekten in Wien erfolgt die Berechung zusätzlich nach den technischen Richtlinien der Fernwärme Wien.

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Bild: Berechnung mittles spezieller Software


Unterschied zum Energieausweis, dessen Grundaussage ja der Heizwärmebedarf (HWB) ist, und zusätzlich die Gebäudeheizlast angibt:

Der Heizwärmebedarf im Energieausweis wird in Watt/m² Bruttogeschossfläche, gemittelt über das gesamte Gebäude angegeben. Diese Darstellung lässt das eigentliche Problem erkennen, dass z.B. innen liegende Nebenräume und außenluft exponierte Wohnräume gleich temperiert angegeben werden. In der Praxis ist diese Darstellung jedoch nicht ausreichend, weil die eben beschriebenen Aufenthaltsräume ungleich mehr beheizt werden müssen, um ein behagliches Raumklima zu erhalten. Außerdem möchte man in Wohnräumen eine Mindesttemperatur von z.B. 22 Grad Celsius sicherstellen, während für Abstellräume 15 Grad Celsius ausreichend sind.

In der Heizlastberechnung wird daher jeder Raum seperat berechnet, unter Rücksichtnahme auf die gewünschte Rauminntentemperatur. Außerdem ist für die ausreichende Heizungsdimensionierung eines Raumes der schlechteste Fall, sprich die kälteste zu erwartende Außentemperatur (Winternacht) ohne solare Gewinne maßgebend.